Das Asperger-Syndrom – „Ich bin anders als die Anderen“

Das Asperger-Syndrom

 

Oftmals sieht man einem Menschen eine Krankheit nicht auf den ersten Blick an, gerade bei psychischen Erkrankungen kommt es oft zu Missverständnissen und Fehlinterpretationen des Verhaltens anderer. So werden Menschen, die unter dem Asperger-Syndrom leiden, welches eine Form der autistischen Entwicklungsstörungen ist, die bei den meisten Betroffenen zu einer ungewöhnlichen Entwicklung der Sozialkompetenzen und des Konzentrations- und Auffassungsvermögens führt, oft fehlverstanden und als „verschroben“, „eigenartig“ oder egoistisch bezeichnet. Aber was hat es eigentlich auf sich mit dem „Asperger-Syndrom“?

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Verhaltensweisen von Asperger-Autisten

Die sogenannten „Asperger-Autisten“ zeigen oft Auffälligkeiten im Kommunikationsverhalten, teilweise legen sie sogar zwanghafte, stereotype Verhaltensweisen und „Tics“ an den Tag. Betroffenen fällt es oftmals schwer, sich auf eine Sachverhalt zu konzentrieren, es erscheint, als könne das Gehirn zwar alle Informationen aus der Umwelt aufnehmen, aber nicht zwischen „wichtig“ und „unwichtig“ filtern, beziehungsweise wahrgenommene Informationen oder beispielsweise die Emotionen des Gegenübers schlecht oder gar nicht verarbeiten und deuten. Daher haben Asperger-Autisten oftmals ein mangelndes Einfühlungsvermögen und verstehen in Dialogen humorvolle oder sarkastische Andeutungen kaum. Aufgrund dieser Verhaltensmuster werden Asperger-Autisten von ihren Mitmenschen oftmals falsch verstanden und gar als „egoistisch“ oder „unsensibel“ eingeordnet. Obwohl bei den meisten Betroffenen der Wunsch nach Freundschaft existiert, fällt es vielen schwer, eine Bindung zuzulassen, gerade in Gruppen fühlen sich die meisten Asperger-Autisten nicht wohl und können eine Übersensibilität gegenüber Geräuschen, intimen Berührungen oder sonstigen Reizen an den Tag legen. Auf der einen Seite ist das Nichtzulassen von Intimität hinderlich, reale Bindungen zu Mitmenschen aufzubauen, auf der anderen Seite erkennen Asperger-Autisten aber auch oftmals nicht die Grenzen anderer, Zurückweisung oder Neckereien in Folge eines gescheiterten Kommunikationsversuchs hinterlassen meist Unverständnis.

Des Weiteren weisen Betroffene meist auch Defizite in Motorik und Koordination auf, sportliche Betätigungen fallen gerade Asperger-Kindern anfangs schwerer als Gleichaltrigen.

Asperger-Autisten haben ein starkes Bedürfnis nach festgelegten Routinen, auch wenn diese unfunktional sein können, da Betroffene manchmal geradezu detailversessen sind oder Tics wie etwa zwanghafte Wasch- und Hygieneroutinen ausprägen. Asperger-Autisten fällt es parallel zu diesem Phänomen ebenfalls schwer, sich auf Neues einzulassen, manchmal wirken sie durch ihre Fixiertheit auf nebensächliche Details unkonzentriert oder durch eine unzureichende Reaktion auf Anweisungen aus ihrer Umwelt träge oder desinteressiert.

Erwachsene Asperger-Betroffene haben aufgrund ihrer mangelnden Empathiefähigkeit oftmals Schwierigkeiten eine Partnerschaft einzugehen, ebenso fällt es ihnen schwer eine intime Beziehung zu anderen Personen aufzubauen und ihre Sexualität zu entwickeln. Gerade bei letzterem gibt es eine relativ weites Spektrum bei Asperger-Betroffenen bezüglich des Wunsches nach intimen Beziehungen zu anderen Menschen: Manche Patienten lehnen Sexualität per se ab oder empfinden Abscheu, andere verspüren zwar den Wunsch danach, die konkrete Ausübung bereitet jedoch Schwierigkeiten. Grundsätzlich gelingt es jedoch vielen Asperger-Autisten eine Partnerschaft einzugehen und auch eine Familie zu gründen, sofern der Partner des Betroffenen die notwendige Geduld und ein verstärktes Einfühlungsvermögen in Bezug auf die Aspergererkrankung in die Beziehung einbringen kann.

Ein typischer Irrglaube, der in unserer Gesellschaft weit verbreitet ist, ist die Meinung, ein jeder Autist sei automatisch hochbegabt. Zwar wird das Verhalten von Asperger-Autisten aufgrund ihrer mangelnden Sozialkompetenzen und Orientierung an festgelegten Abläufen oftmals als übermäßig rational erlebt und daher oft mit überdurchschnittlicher Intelligenz und beispielsweise zwangsläufiger mathematischer oder naturwissenschaftlicher Begabung gleichgesetzt, in der Tat sind aber nicht die Mehrzahl von Asperger-Autisten von einer Hochbegabung betroffen. In der Regel wird eine besondere Begabung bei Asperger-Autisten mit deren stark ausgeprägten „Spezialinteressen“ verwechselt.

 

Spezialinteressen von Asperger-Autisten

Im Gegensatz zu sozialen Interaktionen benötigt ein Asperger-Betroffener für eine Objektbezogenheit keinerlei kommunikative Kompetenzen, die ihm im Alltag und im Umgang mit anderen Menschen sonst Schwierigkeiten bereiten. Während also Asperger-Autisten auf anderen Gebieten wie etwa im Sozialkontakt mit Mitmenschen oder Sport und Koordination eventuell Schwierigkeiten haben, so wird auf der anderen Seite durch die Detailverliebtheit und Begeisterungsfähigkeit für routinehafte Abläufe eine Objektbezogenheit oder anders gesagt ein „Spezialinteresse“ begünstigt. Während im Volksmund oftmals von einer besonderen mathematischen Begabung bei Autisten die Rede ist- wobei in der Tat häufig ein besonderes Interesse in den Bereichen der Naturwissenschaft, Mathematik oder Geschichte besteht- so ist dies nicht zwangsläufig der Fall; generell gilt, dass ein Asperger-Betroffener für so gut wie alles eine besondere Begabung oder ein besonderes Interesse entwickeln kann, welchem er scheinbar pedantisch nachgehen möchte. So kann es natürlich sein, dass ein vom Syndrom Betroffener sich gerne mit Mathematik, Informatik oder dem Programmieren beschäftigt, genauso denkbar ist es jedoch auch, dass ein anderer gerne fotografiert, sich mit Puzzles oder Literatur beschäftigt. Selten ist es jedoch, dass ein Betroffener zeitgleich mehreren Interessen nachgeht- Asperger-Autisten verfolgen zwar im Laufe ihres Lebens in verschiedenen Abschnitten verschiedene Interessen, doch konzentrieren sie sich selten auf mehr als ein bis maximal zwei Interessen zur gleichen Zeit. In der psychologischen Forschung gelten zwei verschiedene Herangehensweisen als Erklärung derzeit als führend.

Auf der einen Seite versucht die Neurobiologie einen möglichen Erklärungsansatz in den neuronalen Verbindungen im Gehirn zu sehen: Während einige Hirnabschnitte, vor allem Nachbarregionen, bei Asperger-Betroffenen gut untereinander vernetzt sind, so können Informationen zu weiter entfernten Gehirnregionen eher schlecht transportiert und dort verarbeitet werden; der Betroffene kann also Details von zusammenhängenden Themengebieten durch die nahe Vernetzung im Gehirn gut erfassen, jedoch schlecht mit anderen Themenbereichen verbinden. Dieser Erklärungsansatz lässt sich nicht nur gut auf das Entwickeln eines „Spezialinteresses“ anwenden, sondern auch auf andere Asperger-autistische Verhaltensmuster, wie etwa die Schwierigkeit von Betroffenen, Gelerntes auf ähnliche Situationen übertragen zu können oder generell Sachverhalte als Ganzes und nicht nur viele summierte Details zu betrachten.

Auch Behavioristen entwickelten Erklärungsmodelle für das Phänomen der Spezialinteressen; in der Verhaltenspsychologie geht man davon aus, dass Asperger-Autisten sich durch das Pflegen von Sonderinteressen einen entspannenden Ausgleich zum Alltag schaffen, da sie beim Nachgehen ihres besonderen Hobbys nicht mit Emotionen oder Interaktionen mit anderen Menschen konfrontiert sind, die- hervorgerufen durch die mangelnde Fähigkeit sich in andere hinein zu fühlen oder Interaktionen mit anderen richtig einzuordnen beziehungsweise zu verarbeiten- oft als stressfördernd oder lästig empfunden werden. Der Betroffene schafft sich eine Art entspannenden oder belohnenden Ausgleich zum Alltag, bei dem er Sozialkompetenzen nicht benötigt.

Nicht alle Asperger-Autisten haben ein besonderes Interesse oder gar eine Objektbezogenheit, in der Regel zeigt sich eine Begabung bei Menschen, die vom Syndrom betroffen sind, schon in früher Kindheit und lässt in der Regel mit zunehmendem Alter ab.

 

Häufigkeit und Diagnostizierung des Asperger-Syndroms

 

Über die Häufigkeit von Autismus und autistischen Störungen wie etwa dem Asperger-Syndrom gibt es verschiedene Studien mit unterschiedlichen Ergebnissen. Schwierigkeiten bei einer genauen Festlegung von Schätzwerten, wie viele Menschen in der Tat betroffen sind, ergeben sich durch die unterschiedlichen Diagnoseverfahren und Kriterien, nach welchen ein Mensch im „Autismusspektrum“ eingeordnet wird. Allein seit den 1960er Jahren gab es weit mehr als 30 Studien, um die Häufigkeit von Autismus in der Gesellschaft einschätzen zu können; seit der 2006 durchgeführten Studie von Gilliard Bain et al. („Prevalence of disorders of the autism spectrum in a population cohort of children in South Thames: the Special Needs and Autism Project (SNAP)”) seien etwa 116 von 10 000 Personen an einer autistischen Entwicklungsstörung erkrankt, zu denen auch das Asperger-Syndrom zählt; der genaue Anteil des Asperger-Syndroms an diesen Zahlen ist nicht bekannt. Andere Schätzungen gehen davon aus, dass von 10 000 Schulkindern etwa 2 bis 3,3 Kinder vom Asperger-Syndrom betroffen sind. Wie bei anderen autistischen Störungen sind eher männliche Personen betroffen, Studien zum Geschlechterverhältnis schwanken in ihren Aussagen, so heißt es bei manchen, es gäbe pro erkrankter Frau etwa acht erkrankte Männer, in anderen Studien ist jedoch von einem 9:1 Verhältnis Mann zu Frau die Rede. Die Vermutung, dass sich das Asperger-Syndrom bei Mädchen und Frauen in schwerwiegenderer Form zeigt, wird zwar in der Fachliteratur von einigen Psychologen vertreten, ist jedoch nicht wissenschaftlich belegt.

Das Asperger-Syndrom lässt sich häufig bei Kindern ab drei Jahren nachweisen; dieses Alter ist für eine Diagnose besonders typisch, da ab diesem Zeitpunkt für die meisten Kinder eine Sozialisierung in Kindergarten, Vorschule und später Grundschule beginnt und sich gerade dann Eigenarten im Sozial- und Kommunikationsverhalten, sowie auch eine gewisse motorische Ungeschicktheit zeigen. Die Sprachentwicklung ist bei Kindern, die vom Asperger-Syndrom betroffen sind, meist normal bis gut entwickelt, einzig der Sprachgebrauch kann Ungewöhnlichkeiten aufweisen, mitunter wirken junge Asperger-Patienten stummer als andere Kinder ihres Alters, da es ihnen auf zwischenmenschlicher Ebene schwer fällt, zu kommunizieren, es zeigen sich gegenüber Gleichaltrigen- anders als bei anderen autistischen Störungen- in den ersten Lebensjahren jedoch keinerlei Intelligenzdefizite; später entwickeln Asperger-Kinder meist einen viel differenzierteren und . weiter entwickelten Wortschatz als Kinder ihres Alters, jedoch fehlt im alltäglichen Sprachgebrauch ein Sinn für Empathie, die allgemeine Satzmelodie ist monoton, des Weiteren fällt es Patienten schwer, auf Unterbrechungen ihrer Mitmenschen einzugehen, stattdessen verspüren sie den Drang, ihre Sätze fast schon „auswendig gelernt“ zu beenden. Die meisten Asperger-Betroffenen beginnen im Kindesalter eine starke Bezogenheit zu einem Spezialinteresse zu entwickeln und sich auf dieses zu fixieren, mitunter sind auch Hochbegabungen möglich. Eltern bemerken es bei ihren Kindern meist relativ spät, dass sie sich im Gegensatz zu ihren Schulkameraden auf sozialer Ebene nicht ganz altersentsprechend entwickeln oder sogar Eigenarten ausbilden, klare Anzeichen für eine Asperger-Erkrankung von Kindern werden meist als „besondere Persönlichkeit“ gedeutet und recht spät als problematisch eingeordnet. In der Verantwortung eventuell eigenartige Verhaltensmuster bei möglichen Asperger-Kindern zu entdecken, sind nicht nur die Eltern, sondern ebenso Kindergärtner/innen und Grundschullehrer/innen; eine genaue Beobachtung des Kindes im privaten Umfeld, in der Schule oder in der Freizeit ist bei bestehendem Verdacht auf eine ungewöhnliche Entwicklung unerlässlich.

Die Diagnose des Asperger-Syndroms erweist sich in den meisten Fällen als nicht immer eindeutig, ein Psychologe kann durch die Orientierung an verschiedenen Diagnosekatalogen und am Gesamtentwicklungszustand des Kindes eine Aspergererkrankung zwar feststellen, doch die Übergänge zwischen dem Asperger-Syndrom und anderen  Entwicklungsstörungen wie dem klassischen Autismus oder anderen psychischen Erkrankungen wie Persönlichkeitsstörungen, Zwangsstörungen, Bindungsängsten, Schizophrenie oder einer Aufmerksamkeitsdefizithyperaktivitätsstörung (ADHS) sind fließend; diese Erkrankungen müssen zuvor als Ursache der ungewöhnlichen Entwicklung des Kindes ausgeschlossen werden, bevor eine Therapierung des Patienten ausgesucht und begonnen wird.

Obwohl das Asperger-Syndrom in den meisten Fällen bei Kindern im Grundschulalter diagnostiziert wird, wird gerade in der neuesten Erforschung des Asperger-Syndroms auch ein Fokus auf die Diagnostizierung der Erkrankung bei Erwachsenen gelegt. Mitunter liegen die Asperger-spezifischen Symptome schon seit der frühen Kindheit vor, wurden jedoch bisher nicht untersucht. Im Grunde läuft eine Diagnostizierung des Asperger-Syndroms bei erwachsenen Betroffenen nicht anders ab als bei Kindern, der Patient wird grundsätzlich nach denselben Diagnosekriterien eingeordnet, die Symptome unterscheiden sich lediglich in ihrer Ausprägung von denen eines betroffenen Asperger-Kindes. Eine Diagnostizierung wird jedoch bei Erwachsenen durch schon ausgeprägte psychische Begleiterkrankungen, wie zum Beispiel Angststörungen oder bereits ausgeprägte Zwangsstörungen, erschwert. Eine Besonderheit bei der Diagnostizierung des Asperger-Syndroms bei adulten Betroffenen, ist die Berücksichtigung von Kindheitserinnerungen des Betroffenen; meist muss man aufgrund lückenhafter Erinnerungen oder der mangelnden Fähigkeit zur Selbsteinschätzung des Patienten ebenfalls Eltern oder Geschwister zu Rate ziehen. Des Weiteren wurde eine Methode speziell zur Diagnose des Asperger-Syndroms bei Erwachsenen entwickelt, das sogenannte „Adult Asperger Assessment“ (AAA), bei dem zwei verschiedene Verfahrungen zur Feststellung der Erkrankung eingesetzt werden: Einerseits benutzt man den „Autismus-Spektrum-Quotienten“ zur Diagnose, anhand dieses Verfahrens wird innerhalb von fünf Symptombereichen (Sozialkompetenz, Aufmerksamkeitsvermögen, Detailgenauigkeit, Kommunikations- und Vorstellungsvermögen) mit insgesamt 50 Indikatoren eine Erkrankung festgestellt. Ein anderes Verfahren misst den Empathiequotienten- also die Fähigkeit zur Anteilnahme an den Emotionen einer anderen Person- des Patienten und ordnet diesen  anhand eines bestimmten Schwellenwerts ein.

 

Ursachen und Therapieansätze des Asperger-Syndroms

 

Wie bei den meisten psychischen Erkrankungen werden als Ursachen des Asperger-Syndroms eine Mischung aus genetischen und physischen Faktoren, sowie des Einflusses der direkten sozialen Umwelt und der pränatalen Entwicklung vermutet, genaue Untersuchungsergebnisse liegen jedoch nicht vor. Eine mögliche Erklärung der verminderten Empathiefähigkeit von Aspergerpatienten liegt zum Beispiel in einer Unterentwicklung bestimmter Hirnareale: Man konnte bei Betroffenen feststellen, dass eine verminderte Aktivität in Hirnarealen, wie zum Beispiel in Teilen des limbischen Systems, das für emotionale Prozesse verantwortlich ist oder in einem Gebiet des Temporallappens, das zur Erkennung von Emotionen in den Gesichtern von Personen zuständig ist, bei Asperger-Autisten während des Lösens einer Art „Empathie-Tests“ zur Einschätzung der Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen, nachgewiesen werden konnte. Ebenso wird vermutet, dass die Aktivität von Spiegelneuronen, die normalerweise beim Beobachten einer Person beim Ausführen einer Tätigkeit unwillkürlich angeregt werden, bei Asperger-Betroffenen beeinträchtigt ist. Trotz des Beobachtens der Aktivität beziehungsweise Inaktivität von bestimmten Hirnarealen bei Erkrankten, lässt sich das Asperger-Syndrom  nicht eindeutig auf neurobiologischer Ebene nachweisen.

Um einen möglichen Therapieansatz finden zu können, müssen Nebenerkrankungen, sogenannte „komorbide Störungen“, erfasst und in das Therapiekonzept eingebunden werden. Häufige Begleiterkrankungen des Asperger-Syndroms sind bei Kindern und Jugendlichen ADHS, Zwangsstörungen oder das Tourettesyndrom, bei Heranwachsenden beziehungsweise Erwachsenen auch Depressionen oder Schizophrenie und Psychosen. Das Asperger-Syndrom kann zwar nicht „geheilt“ werden, aber durch eine Therapie können die Sozialkompetenzen des Betroffenen deutlich verbessert werden, was helfen wird, sich in ein soziales Gefüge wie etwa eine Partnerschaft oder einen Freundeskreis einzugliedern und später im Berufsleben den Kontakt mit anderen Menschen problemlos pflegen zu können. Für die Behandlung von Aspergerpatienten gibt es verschiedene Therapieansätze, wie zum Beispiel das gezielte Training von Sozialkompetenzen, auch unter Rücksprache mit dem sozialen Umfeld, damit der Umgang mit dem Erkrankten besser evaluiert werden und dementsprechend angepasst werden kann oder auch Therapien mit Tieren, wie etwa Therapeutisches Reiten, um die Koordinationsfähigkeit- gerade bei Kindern und Jugendlichen- zu verbessern. Im Spektrum des Asperger-Autismus gibt es verschiedene Ausprägungen des Erkrankungsgrades und gerade in Rückbezug zu möglichen Komorbitäten, entscheidet ein Psychotherapeut von Fall zu Fall die Art der Therapie und verschreibt bei Depressionen oder Angststörungen eventuell auch eine Medikation.

 

Der Umgang mit Menschen, die unter dem Asperger-Autismus leiden, erfordert mitunter viel Geduld und Einfühlungsvermögen, um beispielweise das Maß an Empathie und Sozialkompetenzen, das Betroffenen fehlt, ausgleichen zu können. Im Grunde ist der Grad der Erkrankung bei jedem Asperger-Autisten unterschiedlich und wie auch nicht jeder Mensch gleich ist, ist das Persönlichkeits- und Interessenspektrum auch bei Asperger-Betroffenen weit gefächert. Positive Begleiterscheinungen sind bei Erkrankten meist ein hohes Maß an Loyalität und Ehrlichkeit, da sie nur unter großer Anstrengung lügen können, sowie eine hohe Leistungsbereitschaft und ein gutes Gedächtnis, besonders was das Spezialinteresse angeht; mitunter kann sogar ein fotografisches Gedächtnis entwickelt sein.

 

Quellen

http://www.asperger-kinder.de/was_ist_asperger.htm (Datum der letzten Benutzung: 29.05.2016).

http://www.aspergia.de/index.php?cat=Tests&page=Checkliste%20nach%20Bosch (Datum der letzten Benutzung: 29.05.2016).

http://www.netdoktor.de/krankheiten/asperger-syndrom/ (Datum der letzten Benutzung: 29.05.2016).

https://www.dasgehirn.info/aktuell/frage-an-das-gehirn/warum-entwickeln-asperger-betroffene-ein-spezialinteresse (Datum der letzten Benutzung: 29.05.2016).

http://asperger-autismus.ch/asperger_symptome/spezialinteressen-der-autisten/ (Datum der letzten Benutzung: 29.05.2016).

http://www.asperger-eltern.de/wasist.htm (Datum der letzten Benutzung: 29.05.2016).

http://autismus-kultur.de/autismus/autipedia/praevalenz-haeufigkeit.html (Datum der letzten Benutzung: 30.05.2016).

https://psycholography.com/2013/05/10/autismus-das-asperger-syndrom-teil-2-uber-die-ratselhafte-zunahme-der-haufigkeit-und-autismus-im-erwachsenenalter/ (Datum der letzten Benutzung: 30.05.2016).

http://www.psychosoziale-gesundheit.net/pdf/faust_asperger.pdf (Seite 9; Seite 24; Seite 35f.); (Datum der letzten Benutzung: 30.05.2016).

http://www.onmeda.de/krankheiten/asperger_syndrom-diagnose-17495-5.html (Datum der letzten Benutzung: 30.05.2016).

http://www.aerzteblatt.de/archiv/63173 (Datum der letzten Benutzung: 30.05.2016).

http://www.aspergia.de/index.php?cat=Asperger%20Syndrom&page=Therapien (Datum der letzten Benutzung: 30.05.2016).

Dieser Beitrag wurde verfasst von Julia N. (Kurs 2015/2016)

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